Therapiespektrum
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Physikalische Therapie: |
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Krankengymnastik allgemein
Krankengymnastik wird von staatlich geprüften Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten (früher Krankengymnastinnen und Krankengymnasten) ausgeübt.
Die Krankengymnastik umfasst eine Vielzahl einzelner therapeutischer Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung von Kraft, Ausdauer und Koordination. Auch die Verbesserung von Kreislauffunktionen und die Linderung von Schmerzen sind Aufgabe der Krankengymnastik. Krankengymnastik wird bei zahlreichen Krankheitsbildern aus den Bereichen der Orthopädie, der Neurologie, der Inneren Medizin oder der Frauen- und Kinderheilkunde eingesetzt.
Wenn ein Krankheitsbild vorliegt, ist zur Behandlung eine ärztliche Verordnung notwendig. Beim ersten Behandlungstermin stellt die Physiotherapeutin bzw. der Physiotherapeut in einem Befund die Funktionsstörungen fest. Danach wird zusammen mit der Patientin bzw. dem Patient das Ziel der Behandlung festgelegt. Es schließen sich aktive und passive Übungen und Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels an. Darüber hinaus werden Empfehlungen für eigene Übungen gegeben, die zusätzlich zur Therapie zum gewünschten Ergebnis führen.
Klassische Massage
Was ist eine klassische Massage ?
Wie lange die Massage schon angewandt wird, ist nicht genau bekannt. Es kann davon ausgegangen werden, dass sie schon bei den Römern, in der Antike und zur Zeit der Pharaonen im alten Ägypten ähnlich wie die Bäderkultur zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt wurde.
Von der klassischen Muskelmassage, wie wir sie heute kennen, müssen die Sonderformen Bindegewebsmassage, Vibrationsmassage (Atemhilfsmassage) sowie die Akupunkt- und Reflexzonenmassage abgegrenzt werden. Sie werden gesondert beschrieben.
Die Grifftechniken der klassischen Massage haben sich fortentwickelt. Man wendet bei der klassischen Muskelmassage Streichungen, Walkungen, Knetungen, Friktionen, Reibe-, Klopf- und Schüttelgriffe an.
Die klassische Massage wird eingesetzt zur:
besseren Durchblutung
Lockerung
Dehnung
Trophikverbesserung
Entkrampfung der Muskulatur
und zum besseren Abtransport von Stoffwechselprodukten (Schlacken)
Angewendet wird sie bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie zum Beispiel Morbus Bechterew (entzündlich-rheumatische Erkrankung an der Wirbelsäule), Morbus Scheuermann (Wachstumsstörung der Brustwirbelsäule), Lumbago (Hexenschuss ), Arthrose (Gelenkabnutzung), Schulter- und Hüftgelenkschmerzen, Myalgien (Muskelschmerzen), zur Nachbehandlung von Muskelverletzungen, Verletzungen etc. und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.
Auch prophylaktisch kann eine Massage angewendet werden, wie z. B. bei Leistungssportlern zur Vorbereitung der Muskulatur auf sehr starke muskuläre Belastung, zwischendurch zur Lockerung und Entkrampfung (Detonisierung) sowie nachher als Entmüdungsmassage.
Angebracht ist eine klassische Massage auch bei Personen, die ständig eine sehr einseitige Belastung haben oder sich in ungünstiger Haltung (Fehlhaltung, Fehlstatik) befinden, wie z. B. Fliesenleger, Servicekräfte oder Zahnärzte, um nur einige zu nennen. Eine rechtzeitige Behandlung mit Massagen beugt schwerwiegende Erkrankungen vor.
Gegenanzeigen für eine Muskelmassage sind beispielsweise akute Bandscheibenvorfälle, Entzündungen von Nerven (Neuralgien) und spezielle Muskelerkrankungen (Myopathien).
Manuelle Therapie
Die Manuelle Therapie befasst sich mit speziellen diagnostischen und therapeutischen Verfahren, die der Erkennung und Behandlung von reversiblen Funktionsstörungen am Bewegungsapparat dienen. Es handelt sich hierbei um spezielle Handgrifftechniken, die im Rahmen des Befundes dazu dienen, eine Bewegungsstörung im Bereich der Extremitätengelenke oder der Wirbelsäule zu lokalisieren und zu analysieren.
Dieser Befund dient als Grundlage für die therapeutischen Handgriffe, die von Physiotherapeutinnen oder Physiotherapeuten als Mobilisation durchgeführt werden. Die Handgriffe werden sowohl zur Schmerzlinderung als auch zur Mobilisation von Bewegungseinschränkungen eingesetzt, wenn diese durch eine reversible Funktionsstörung des Gelenks oder der diesem Gelenk zugehörigen Muskulatur hervorgerufen werden. Die Auswahl der jeweiligen Mobilisationstechnik, die die Physiotherapeutin oder der Physiotherapeut einsetzt, wird durch den Befund, die eingeschränkte Bewegungsrichtung und die Form des Gelenks bestimmt.
Manuelle Therapie nach dem Maitland-Konzept
Einer der Grundsätze Manueller Therapie nach dem Maitland-Konzept ist, dass sich die Überlegungen der Theraupeutin oder des Therapeuten in Bezug auf die Beurteilung des Problems und das Management des Patienten stets auf zwei Ebenen bewegen müssen.
Das Denken auf zwei Ebenen (Brickwall-Konzept) beeinflusst die klinische Schlussfolgerung.
Auf der einen Ebene werden auf der Basis von theoretischem Wissen und der persönlichen Erfahrung der Therapeutin oder des Therapeuten Hypothesen gebildet. Grundlagen hierfür ist z. B. der Bezug auf die Ursache der Störung
und die dafür verantwortlichen Strukturen. Auf einer zweiten Ebene wird das gesamte klinische Bild erfasst. Über die verschiedenen Aspekte des Problems werden umfassend Informationen gesammelt.
Um Manuelle Therapie anwenden zu können, ist eine gezielte Ausbildung samt Prüfung erforderlich.
Manuelle Lymphdrainage
Was ist eine Lymphdrainage?
Die Lymphdrainage war bis vor 50 Jahren ein Stiefkind der Medizin, obwohl es schon erste Beschreibungen und Erkenntnisse des Lymphgefäßsystems vor dem 16. Jahrhundert gegeben hat. In seiner Gesamtheit wiederentdeckt und beschrieben, wurde das Lymphgefäßsystem erst wieder im 17. Jahrhundert.
Auch heute noch wird vielfach die Lymphologie an der Universität und bei ärztlichen Fortbildungen stark vernachlässigt.
Die älteste lymphologische Fachklinik in Deutschland (Feldbergklinik Dr. Asdonk) gibt es erst seit 1973. Sie wurde seinerzeit von Dr. Asdonk gegründet, der die Lypmhdrainagebehandlung in die klinische Medizin einführte, ihre Wirksamkeit wissenschaftlich bewies und ab 1974 mit der LD-Behandlung auch die Kassenabrechnungfähigkeit erlangte. Seit dem entstanden auch mehrere Ausbildungszentren für Lymphdrainage/Ödemtherapie, die von den führenden Lymphologen (Asdonk/Vodder/Földi) geleitet werden. Die LD-Behandlung
ist vergleichsweise eine relativ junge Therapie.
Unter manueller Lymphdrainage verstehen wir manuelles abtrainieren (Ab- und Weiterführung) der Gewebsflüssigkeit über Gewebsspalten bzw. Lymphgefäße. Das Prinzip beruht im Gegensatz zur herkömmlichen Massage auf einer bestimmten Grifftechnik, rhythmisch-kreisende-pumpende Griffe durch flaches Auflegen der Finger bzw. Hände bei fein dosiertem Druck nach einer dem entsprechendem Krankheitsbild festgelegten Reihenfolge. Bei der Bauchtiefdrainage wird auch unter Einbeziehung des Atemrhythmus in die Tiefe gearbeitet, so wie auch bei einigen Spezialgriffen z.B. am Adduktorenspalt. Ansonsten wird überwiegend flächig gearbeitet.
Reflektorische Atemtherapie
Die reflektorische Atemtherapie gliedert sich in eine Wärmeapplikation, eine manuelle Therapie und die Atemgymnastik.
Das Ziel: Der dreidimensionale Akt der Atembewegung soll sich durch spezielle reflektorischen Reize, also Impulse von außen, vertiefen. Zu Beginn der Stunde regen heiße Kompressen die Mehrdurchblutung und Muskelrelaxation an. Die Atemgymnastik besteht aus Stellungen, Dehnhaltungen, Entspannungs- und Gleichgewichtsübungen, welche die Atemform auf reflektorischem Weg beeinflussen.
Anwendungsgebiete:
Störungen der Atemmechanik
a) Obstruktive Ventilationsstörung wie Asthma bronchiale, obstruktives Emphysem, chronisch obstruktive
Bronchitis, Stoffwechselerkrankung (wie z.B. Zystische Fibrose –Mukoviszidose)
b) Restriktive Ventilationsstörungen besonders bei verminderter Thoraxdehnbarkeit wie Skoliosen, Trichterbrust,
Morbus Bechterew, Pleuraverschwartungen, starke Muskelverspannungen
Störungen des Bewegungsapparates, u.a.WS-Syndrome auf rheumatischer und degenerativer Grundlage z.B. die
Scheuermann-Erkrankung, Ischialgie, Lumbalgie, Schulterbeschwerden, Coxarthrose usw.
Fehlregulationen des vegetativen Nervensystems wie Dysregulationen von seiten
a) der Atmung, sog. nervöses Atmungssyndrom
b) des Kreislaufs, hypo- und hypertone Dysregulation
c) des Herzens, sog. nervöse Herzbeschwerden wie Beklemmungen, Angstgefühle, Herzklopfen
d) des Magen- und Darmtraktes, z.B Roemheld-Symptomenkomplexes mit Zwerchfellhochstand, Obstipation u.ä.
Zurückzuführen ist RAT auf die Lehre der »Atemheilkunst« des Dr. med. Johann Ludwig Schmitt, der bis in die sechziger Jahre hinein eine Atemklinik in München leitete.Inspiriert u.a. durch die ganzheitliche Yoga-Philosophie des Ostens
entwickelte er eine Atemmassage, die dann von seiner langjährigen Mitarbeiterin, der Krankengymnastin Lieselotte
Brüne, zu dem Behandlungskonzept weiterentwickelt wurde, das heute als »Reflekorische Atemtherapie nach Schmitt/Brüne« angewandt und gelehrt wird. Für ihre Verdienste zur Bewahrung und Verbreitung der RAT erhielt Frau
Brüne 2003 das Bundesverdienstkreuz.
Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
Die Progressive Muskelentspannung ist bekannt als eine der heilsamsten und wirkungsvollsten Methoden, um Entspannung zu finden und damit den den täglichen Anforderungen im Berufs- und Privatleben mit weniger Stress zu begegnen. Durch wechselseitige An- und Entspannung einzelner Muskelgruppen kann eine tiefe körperliche und geistig-seelische Entspannung mühelos erreicht werden. Da die Techniken der Progressiven Muskelentspannung schnell erlernbar und fast überall einsetzbar sind, gilt diese Entspannungsmethode als besonders alltagstauglich.
Kursangebot:
Dienstag vormittags und Mittwoch abends, 10 Einheiten von 10.15 bis 11.30 Uhr bzw. 20.15 bis 21.30 Uhr.
Mitzubringen sind bequeme und wärmende Kleidung, Kissen und Wolldecke. Die Krankenkassen bezuschussen diesen Kurs als Präventionsmaßnahme: Förderung von Entspannung. Die Aktiv Praxis Malik lädt auch ein zu einem Schnupperabend: Termin nach Absprache
Neurologische Behandlung Bobath-Therapie
Das Konzept
Das von Dr. Karel Bobath/ Neurologe und Psychiater (1906-1991) und Dr.h.c. Berta Bobath/ Physiotherapeutin (1907-1991) in London entwickelte Konzept diente ursprünglich der Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen mit erworbener Bewegungsstörung (z.B. nach Schlaganfall). Es fand jedoch bald auch Anwendung in der Therapie von Säuglingen und Kindern mit angeborenen Bewegungsstörungen (u.a. mit Spastizität/ Athetose).
Physiotherapeutischer Bereich
Optimierung der Haltungskontrolle und des Gleichgewichts in verschiedenen Positionen im Raum in Verbindung zu Alltagssituationen (mit Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie z. B. von biomechanischen Gegebenheiten).
Hilfestellung zum Finden eigener Bewegungsstrategien mit den Schwerpunkten Aufrichtung und Fortbewegung.
Nordic Walking
Nordic Walking ist eine Ausdauersportart, bei der Gehen durch den Einsatz von zwei Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt wird.
Der Einsatz von Stöcken macht aus Walking ein Training, bei dem zusätzlich die Muskulatur des Oberkörpers beansprucht wird. Nordic Walking ist für ambitionierte Sportler ebenso geeignet wie für untrainierte Menschen. Die Gelenke werden jedoch, entgegen vielen
Behauptungen, mehr belastet als beim normalem Spazieren.
Nach einer Studie von Sportmedizinern des Krankenhauses für Sportverletzte in Hellersen ist der Sauerstoffverbrauch (und daraus folgernd die Ausdauerbelastung) beim Nordic Walking mit korrekter Ausführung ca. 5% höher, als beim konventionellen Walking, wenn dieses ohne zusätzliche Oberkörperbewegungen durchgeführt wird.
Schlaf-Ergonomie-Beratung
Die Bandscheiben bestehen aus Körpergewebe, welches nicht direkt durch Blutgefäße ernährt wird, sondern durch einen Prozess, der Diffusion genannt wird. Vereinfacht ausgedrückt kann man eine Bandscheibe mit einem sehr festen
Schwamm vergleichen. Nur in absolut druckfreiem Zustand kann dies geschehen!
Es ist dabei einsichtig, dass eine nicht körpergerechte Lagerung der Wirbelsäule die Regeneration der Bandscheiben beim
Schlafen wesentlich erschwert. Die Atmung ist gedrosselt und die Lungenventilation gestört Die natürliche Form der Wirbelsäule sollte also beim Schlafen sowohl in Rückenlage, Bauchlage als auch in Seitenlage gewährleistet sein.
Nur durch eine individuelle und kompetente Beratung bezüglich: Ein-und Durchschlaf-Techniken, Atem- und Bewegungstechniken für tiefen Schlaf, können Sie jeden Morgen zufrieden und erholt aufwachen.
In Zusammenarbeit mit der Firma Kobe (www.kobe-schlafkomfort.de), berücksichtigen wir auch Ihre individuellen
Voraussetzungen und empfehlen Ihnen ausschließlich Schlafsysteme, die zu Ihnen passen. Hier setzt unsere ganzheitliche Schlafergonomieberatung an.
Whole Body Vibration-Training
Whole Body Vibration (WBV), Beschleunigungstraining oder stochastisches Resonanztraining genannt, ist eine Trainingsmethode, bei der die übende Person auf einer vibrierenden Platte steht. Die Platte vibriert in einem Frequenzbereich von etwa 5 bis 60 Hz. Dabei sollen Dehnreflexe der Muskulatur ausgelöst und Muskelkontraktionen hervorgerufen werden.
Bei den verwandten Methoden, der biomechanischen Stimulation (BMS) oder der biomechanischen Oszillation, werden hingegen lokale Muskelgruppen direkt oder über die zugehörigen Sehnen mittels spezieller Vibrationsgeräte stimuliert.
Vibrationstraining wird in einer Vielzahl von Bereichen (Leistungssport, Fitness, Rehabilitation, Medizin, Vorsorge, Beauty) angeboten und zur Leistungssteigerung der Muskulatur und zur Verbesserung von Koordination und Gleichgewicht eingesetzt.
Elektrotherapie
Schon seit dem 19. Jahrhundert weiß man, dass der elektrische Strom zu Heilzwecken verwendet werden kann. Im 20. Jahrhundert wurde eine Reihe von Verfahren der Elektrotherapie entwickelt. Anwendung findet die Elektrotherapie heute unter anderem bei der Schmerzbehandlung, bei Durchblutungsstörungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Lähmungen und Muskelschwäche.
Wie wird die Behandlung durchgeführt?
Meist werden bei der Behandlung Elektroden direkt auf der Haut angebracht; seltener wird der elektrische Strom durch Wasser oder Öl geleitet. Eingesetzt werden elektrische Ströme mit verschieden hoher Schwingungszahl pro Sekunde (diese sogenannte Frequenz wird in der Einheit Hertz gemessen).
Elektrotherapie wird eingesetzt als:
Reizstromtherapie
Transkutane Elektrische Nervenstimulation
Interferenzstromverfahren
Darüberhinaus werden Bestrahlungsbehandlungen im Hochfrequenzbereich unter anderem zur Kurzwellentherapie (300 Kilohertz), zur Dezimeterwellen- und Mikrowellentherapie angewandt.
Anwendungsgebiete sind unter anderem akute oder chronische Schmerzzustände, Durchblutungsstörungen, Arthrosen, Prellungen, Zerrungen und Gelenkversteifungen.
Ultraschall
ist eine Anwendung, die im weitesten Sinn auch zur Elektrotherapie zählt. Hierbei wird Strom in hochfrequente Schallwellen von ca. 1 MHz umgewandelt. Als Wirkung ist eine verstärkte Durchblutung und verbesserter Zellstoffwechsel bekannt. Auch wird die Schmerzschwelle angehoben.
Somit können Verletzungen im Muskel- und Sehnengewebe schneller heilen. Ultraschall wird häufig auch kombiniert mit der klassischen Elektrotherapie eingesetzt. Auch findet die Phonophorese Anwendung, wobei mit Hilfe des Ultraschalls Medikamente leichter in das erkrankte Gewebe vordringen können.
Traktion: Behandlung mit Hilfe des Schlingentischs
Was ist eine Schlingentischbehandlung?
Bei der Schlingentisch-Therapie erfährt der Patient eine Erleichterung vieler Bewegungendurch die Aufhebung der Schwerkraft.Es werden der ganze Körper oder Teile des Körpers in Schlingen gehängt.
Dadurch werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet. Eingeschränkte oder ansonsten schmerzhafte Bewegungen werden erheblich erleichtert und wie unter Schwerelosigkeit ausgeführt. Durch die Einstellung des Aufhängepunktes kann eine Bewegung zusätzlich erleichtert oder erschwert werden.
Darüber hinaus können durch den Therapeuten intermittierende Extensionen ausgeführt werden oder ein Dauerzug in eine gewünschte Richtung angelegt werden.
Der Schlingentisch wird angewendet bei:
Schmerzen (insbesondere der Wirbelsäule, Hüftgelenke, Nacken und Schultergelenke)
Lähmungen
Kontrakturen
Der Schlingentisch eignet sich hervorragend zur Kombination mit anderen Therapieformen z. B.:
Manuelle Therapie
Wahrnehmungsbehandlung
Traktionen
Medizinisches Taping
Das medizinische Taping ist eine sanfte Heilmethode, die in der Regel zur Befreiung von Schmerzen führt. Das medizinische Taping ist nun eine besonders innovative, revolutionäre und noch relativ neue Behandlungsmethode, die in vielen Bereichen zum Einsatz kommen kann und auf der erprobten Art der Anlage von Pflastern (engl. Tapes) beruht. Das medizinische Taping beinhaltet verschiedene Elemente und
Taping Techniken aus Japan, Korea, Deutschland und den Niederlanden.
Eis/Kryotherapie
Als Eis/Kryotherapie bezeichnet man den gezielten Einsatz von Kälte, um einen therapeutischen Effekt zu bewirken. Eis wird als Kälteanwendung in Form von Eisabreibung, kalten Kompressen und Umschlägen, Wickeln oder Kaltpackungen eingesetzt. Die Behandlung wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Sie fördert die Durchblutung der betroffenen Körperregionen. Verspannungen in Muskulatur und Bindegewebe werden gelindert.
Wärmeanwendungen feucht und trocken
Wärmebehandlungen
Wärme ist eine unterstützende und vorbereitende Maßnahme für die krankengymnastische Behandlung. Wärme/Hitze wird eingesetzt in Form von heißer Rolle, Fango, Naturmoor, Rotlicht, Heißluft u. a..
Wärme wird eingesetzt:
zur Tonussenkung der Muskulatur bei starken Verspannungen
zum Ödemabbau bei schmerzhaften Muskelansatzreizen und chronischen Schwellungen
zur Durchblutungssteigerung
Im akuten Entzündungsstadium wird grundsätzlich keine Wärme angewandt.
Die Maßnahmen sollen (je nach Art der Durchführung):
die Durchblutung fördern
Ver- bzw. Fehlspannungen in Muskulatur und Bindegewebe positiv beeinflussen. (tonussenkend oder aufbauend, je nach Technik)
schmerzlindernd wirken.
Besondere Anwendungsformen:
Fango (italienisch fango, Plural fanghi: Schlamm, Schmutz, heilender Schlamm) ist ein Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs. Es besitzt eine weiche Konsistenz und wird großflächig aufgetragen und nur einmalig verwendet.
Die heiße Rolle besteht aus mehreren Lagen Tüchern, die von Innen Wärme abstrahlen. Es soll zu einer raschen Erwärmung mit geringer Hautfeuchtigkeit kommen, aber niemals zu einer Schweißbildung. Die heiße Rolle wird bei Schlafstörungen, Verstopfungen,
Atemwegserkrankungen, chronisch schmerzhaften Zuständen (z.B. Tennisarm, muskulären Verspannungen) angewandt.
wird in der physikalischen Medizin die therapeutische, äußere Anwendung von wärmendem Infrarotlicht bezeichnet, üblicherweise mit Hilfe sogenannter Rotlichtlampen. Es wird die Gewebetemperatur erhöht, was (sofern es die Druckverhältnisse im Gewebe erlauben) zu einer Gefäßerweiterung führt. Der therapeutische Effekt beruht somit auf der verbesserten lokalen Durchblutung.
Rotlicht wird zu Behandlungen eingesetzt, bei denen der Erfolg durch Wärme erreicht wird. Hierzu gehören Muskelverspannungen, Fibromyalgie, Hexenschuss, Nasennebenhöhlenprozesse, rheumatischen Erkrankungen und Mittelohrentzündungen sowie
der Einsatz bei Abszessreifung.
Sportphysiotherapie
Die Sportphysiotherapie ist ein eigenständiger Bereich innerhalb der Physiotherapie.
Zielgruppe sind aktive Sportler während der Aufbauphase, des Trainings oder in der
Rehabilitation nach Verletzungen oder Operationen.
Aufgrund der hohen Anforderungen im Sport, sind spezielle Zusatzausbildungen und eigene
sportliche Erfahrungen notwendig.
Sportphysiotherapie beinhaltet auch die Wettkampfbetreuung und die vorbeugende
Behandlung, wenn beispielsweise Schwächen an Muskeln oder Bändern vorliegen. Hierbei
werden oft Tapeverbände eingesetzt, um die Maximalbelastung der Strukturen zu mindern
und Verletzungen zu vermeiden.
Rehabilitation & Prävention
Rehabilitation bedeutet die Wiederherstellung des körperlichen, geistigen oder seelischen
Zustands nach schwerem Unfall oder schwerer Krankheit zur Wiedereingliederung in Arbeit,
Beruf und Gesellschaft.
Prävention bedeutet Vorbeugung: Die meisten Krankheiten sind nicht angeboren, sondern
im Laufe des Lebens erworben. Jeder hat die Chance, möglichen Erkrankungen aktiv
vorzubeugen. Neben dem individuellen Verhalten kann aber auch durch Veränderungen in der
Lebenswelt ein Beitrag geleistet werden, um Krankheitsrisiken zu verringern.
Rückenschule und Gruppengymnastik
Rückenschulen sind gruppentherapeutische Verfahren und dienen in erster
Linie der Erziehung von Personen mit und ohne Rückenschmerzen zu einem
rückenkonformen Verhalten. Vermittelt werden Anleitungen zu ergonomisch
korrektem Einsatz des Rückens im Alltag, zur Stress- und Schmerzbewältigung,
zur Selbsthilfe beim Auftreten von Rückenschmerzen und zur Verbesserung der allgemeinen
körperlichen Leistungsfähigkeit.
Unsere Kurse richten sich hauptsächlich an spezielle Patientengruppen, die bereits
krankengymnastische Einzelbetreuung erhalten haben und ihre Therapie im Gruppentraining
fortsetzen möchten.
Wellness
Unter Wellness (auch als Medical Wellness bezeichnet) versteht man vor allem
therapiebasierende Methoden und Anwendungen, die das körperliche, geistige und seelische
Wohlbefinden steigern. Gesundheitswissenschaftlich begleitende Maßnahmen
verbessern die Lebensqualität und das subjektive
Gesundheitsempfinden.
Golfphysiotherapie
Bei Golfphysiotherapie erwartet Sie eine individuelle und kompetente Betreuung.
Behandlung unter Berücksichtigung der neuesten sportmedizinischen, biomechanischen und sportphysiotherapeutischen Kenntnisse.
Alternativmethoden
Alternative Therapie ist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Heilweisen,
Therapiemethoden oder diagnostische Konzepte, die eine Alternative oder eine Ergänzung
zur wissenschaftlich begründeten Medizin
darstellen.